Installationen

Robert Wilson – Rauminstallation auf der Punta della Dogana (ca. 1993)

Den ganzen Raum erfassen, das Potenzial von Räumen nutzen, um sich intensiver und unmittelbarer einem Thema anzunähern und zu bearbeiten.

Rauminstallationen im Focus meines Tuns

Ziemlich zu Beginn meiner selbständigen künstlerischen Arbeit standen Rauminstallationen im Focus meines Tuns. Ich denke, dass ein wichtiger Anstoß und Einfluss eine Arbeit von Robert Wilson war bei einer der vielen Biennalen in Venedig. Ein großer Raum in der Punta della Dogana ausgestattet mit Gerüchen und Geräuschen, Objekten und Bildern wirkte als Gesamtkunstwerk und hat nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Jahre zuvor gab es eine Gruppenausstellung der Gruppe KIP in Frankfurt. Da war ich aber noch festangestellt am Flughafen in Frankfurt. In einem Exbordell in der Moselstraße haben sieben Künstler in den verschiedenen Zimmern ihre Arbeit vorgelegt. Meine Idee war es – angestoßen natürlich von dem besonderen Ort, Rotlichtviertel – den Blick von Männern auf Frauen zu thematisieren. Es kamen so vier Zimmer zustande unter den Titeln Das Warme daran, Das Abstoßende daran, Das Heilige daran, Das Fruchtbare daran. Diese Ausstellung war ein großer Erfolg und brachte es bis in die FAZ hinein.

Mit der Installation „Versuch einer Überfahrt nach Kythera“ 1995 im Gewölbekeller des Kellers meiner Großeltern habe ich den eigentlichen Durchbruch als freischaffender Künstler an die Öffentlichkeit geschafft. Es folgte recht bald eine Einladung des Mittelrhein-Museums zum nochmaligen Aufbau dieser Arbeit im dortigen Lapidarium in Koblenz 1996.
Weitere Installationen folgten schon bald: „Der Untergang der Armada vor Capri – dargestellt bei Stade“ 1997 beim KunstRaum e.V. in Drochtersen-Hüll, „ewig – vergangen“ in der Abtei Rommersorf, „Schwere See, mein Herz“ wieder im MiMu-Koblenz, „boat people – wenn bei Capri…“, „The Golden Factory“ in meinen Atelierräumen und zuletzt die Ausstellung und Installation „Vanitas“ im Haus Metternich in Koblenz 2018.